Grand Cru
Kaffelstein
KFS - S/SSE - Buntsandstein - 202-238M
Satzenberg
SZB - SE - Buntsandstein - 174-219M - Monopol
Ebenrain
EBR - SSW - Muschelkalk - 267-299M
Village
Sonnenberg
SNB - S - Buntsandstein/Muschelkalk - 249-331M
First
FST - SSW - Muschelkalk - 269-327M
Geologisches Fundament
Der Kaffelstein liegt vollständig auf Buntsandstein – einem der ältesten Gesteine der Trias, gebildet aus urzeitlichen Flussablagerungen unter trockenen Klimabedingungen. Der Untergrund besteht aus rötlichen Sandsteinen, die aus Sand-, Ton- und feinerem Gesteinsmaterial entstanden und durch Eisenoxide ihre typische Farbe erhalten. Diese Gesteine verwittern zu sandigen, lockeren Böden, die sehr gut Wasser durchlassen.
Im Weinberg bedeutet das: Die Bodenschichten sind dünn, sandig, warm und schnell abtrocknend. Wasser steht nur begrenzt zur Verfügung, sodass die Reben tief nach unten wurzeln müssen, um Feuchtigkeit und Mineralien zu erreichen. Die schnelle Erwärmung der sandigen Lagen sorgt für frühe Vegetationsstarts und einen klar definierten Reifeverlauf.
Mikroklima
Mit Hängen von bis zu 60 % und Südsüdost-Exposition zählt der Kaffelstein zu den wärmsten Weinbergsarealen der Region. Die direkte Sonneneinstrahlung kombiniert mit der Wärmereflexion des Mains erzeugt hohe Tageswärmesummen. Gleichzeitig fließt nachts kalte Luft den Hang abwärts und verhindert Frostschäden. Das Resultat ist ein Standort, der mineralische, fein strukturierte Weine mit ausgeprägter phenolischer Reife hervorbringt.
Zahlen und Fakten
rund um den Kaffelstein
Kreuzwertheim Kaffelstein
Kreuzwertheim, erste Erwähnung | 779 n. Chr.
Erster dokumentierter Weinbau |
Früherer Name des Weinbergs | Römberg
Vorbesitzer bis 2011 | Staatlicher Hofkeller Würzburg
Riesling
Pflanzjahr | 1977
Parzelle | Hinterer Kaffelstein (Rentberg), obere Flur
Höhe über N.N. | 230-238 m
Ausrichtung | Süd-Süd-Ost
Größe | 93ar 43qm
Lesezeit der letzten 5 Jahre | 28.9. - 8.10.
Silvaner
Pflanzjahr | 2013
Parzelle | Vorderer Kaffelstein, obere Flur
Höhe über N.N. | 220-233 m
Ausrichtung | Süd
Größe | 55ar 99qm
Lesezeit der letzten 5 Jahre | 22.9. - 6.10.
Pinot Noir
Pflanzjahr | 1982
Parzelle | Vorderer & hinterer Kaffelstein, untere Flur
Höhe über N.N. | 202-234 m
Ausrichtung | Süd / Süd-Süd-Ost
Größe | 1 ha 93ar 9qm
Lesezeit der letzten 5 Jahre | 15.9. - 4.10.
Geologisches Fundament
Der Satzenberg liegt ebenfalls im Buntsandsteinbereich, unterscheidet sich jedoch durch ausgeprägte Hangterrassierungen. Das Sedimentgestein ist eine typische kontinentale Ablagerungsfolge aus Sand-, Ton- und Feinsedimenten früher Fluss- und Schwemmebenen. Die Terrassen erzeugen unterschiedliche Bodenhorizonte: die oberen Parzellen sind sandig, gut drainiert und wärmebetont, während sich in unteren Bereichen feinerdereichere, etwas wasserstabilere Profile finden.
Diese Heterogenität führt zu kleinklimatischen Unterschieden innerhalb der Lage. Historische Trockenmauern speichern Tageswärme und geben sie nachts kontinuierlich ab, wodurch ein ausgeglichenes Mikroklima entsteht. Die Weine spiegeln diese differenzierte Struktur wider: Sie sind präzise, vielschichtig und zeigen eine ausgeprägte Lagencharakteristik.
Mikroklima
Der Satzenberg profitiert von seiner Süd-Ostausrichtung. Die Terrassierung schafft viele kleinklimatische Nischen mit variierenden Temperatur- und Feuchteverhältnissen. Die Mauern verlängern den Wärmetransport in die Nachtstunden, wodurch der Weinberg weniger frostgefährdet ist und eine langsame, aromenfokussierte Reife ermöglicht.
Zahlen und Fakten
rund um den Satzenberg
Reicholzheim Satzenberg
Reicholzheim, erste Erwähnung | 1178
Erster dokumentierter Weinbau | 1318
Erste Landwirtschaftliche Funde | 8. Jahrhundert
Früherer Name des Weinbergs | Zazenberg
Vorbesitzer bis 2010 | Fürst Löwenstein
Riesling
Pflanzjahr | 1986, 1987, 1992
Parzelle | Mauerzeilen
Höhe über N.N. | 174-219 m
Ausrichtung | Süd-Ost
Größe | 74ar 54qm
Lesezeit der letzten 5 Jahre | 24.9. - 9.10.
Pinot Blanc
Pflanzjahr | 1986, 1987, 1992, 2011
Parzelle | gesamter Satzenberg
Höhe über N.N. | 174-219 m
Ausrichtung | Süd-Ost
Größe | 1ha 35ar 58qm
Lesezeit der letzten 5 Jahre | 22.9. - 5.10.
Geologisches Fundament
Der Lindelbacher Ebenrain liegt zu 100 % im Muschelkalk der mittleren Trias. Dieses Gestein entstand in einem flachen, warmen Schelfmeer und besteht aus kalkreichen, fossilhaltigen Ablagerungen, die heute ein kompaktes, aber stark geklüftetes Kalksteinpaket bilden. Das ausgeprägte Kluftsystem ist ein entscheidender Standortfaktor: Die Reben können tief in die Bruchzonen eindringen und dort auch in trockenen Jahren stabile Wasser- und Mineralreserven erschließen.
Die Verwitterung des Muschelkalks führt zu kalkigen, steinreichen, gut drainierten Böden, meist kombiniert mit tonigen Anteilen in den oberen Horizonten. Diese Böden besitzen eine hohe Basensättigung und sorgen für stabile pH-Verhältnisse. Das Ergebnis sind Reben mit guter Nährstoffversorgung und einer gleichmäßigen physiologischen Entwicklung.
Mikroklima
Die Süd-Süd-Westexposition garantiert hohe Wärmesummen. Muschelkalk reflektiert Licht und speichert Sonnenenergie, was den Austrieb und die Reifung begünstigt. Gleichzeitig mildert der kalkreiche Feinerdeanteil starke Temperaturspitzen. Dieses Zusammenspiel unterstützt Burgundersorten und erzeugt Weine mit klarer Struktur, feiner Säure und hohem Alterungspotenzial.
Zahlen und Fakten
rund um den Ebenrain
Lindelbach Ebenrain
Lindelbach, erste Erwähnung | 1245
Erster dokumentierter Weinbau | 1315
Parzellenweise im besitz der Familie Spielmann | 4. Generation
Pinot Noir
Pflanzjahr | 2002, 2004, 2011
Parzelle | Obere & Mittlere Flur
Höhe über N.N. | 267-299 m
Ausrichtung | Süd-Süd-West
Größe | 1ha 8ar 40qm
Lesezeit der letzten 5 Jahre | 7.9. - 29.9.
Geologisches Fundament
Der Sonnenberg liegt in einer geologisch komplexen Übergangszone, in der Buntsandstein und Muschelkalk unmittelbar aneinandergrenzen. Dadurch entsteht ein parzellenweises Bodenmosaik: sandige, schnell drainierende Buntsandsteinböden treffen auf kalkreiche, wärmespeichernde Muschelkalkverwitterungsböden.
Diese Kombination aus warmen, trockenen Bereichen und kalkgeprägten, mineralstoffreichen Profilen führt zu deutlich differenzierten Wachstumsbedingungen. Der Sonnenberg bietet daher optimale Voraussetzungen für unsere Ortsweine, welche die Region als Ganzes abbilden. Die resultierenden Weine zeichnen sich durch Komplexität, Textur und klare, mineralisch gefasste Strukturen aus.
Geologisches Fundament
Der First ist geprägt vom Unterem Muschelkalk, insbesondere von wellenförmig geschichteten Kalksteinen, die häufig Fossilreste enthalten. Muschelkalk verwittert zu steinreichen, kalkdominierten Böden, die gute Drainage aufweisen, aber durch tonige Bestandteile auch ausreichend Wasser speichern können.
Der kalkreiche Untergrund reflektiert Sonnenlicht und trägt zu einer besseren Erwärmung des Hangs bei. Das ausgeprägte Kluftsystem ermöglicht eine tiefe Wurzelpenetration, was die Reben besonders trockenresistent macht.